BASF: Löwenzahn trifft Quarks & Co.
Juli 2007 | Meinung von Kay A. Schoenewerk | Neue Artikel per Mail erhaltenWas machen, wenn die eigene Zielgruppe in einem Maße heterogen ist, das eigentlich nur wie folgt beschrieben werden kann: prinzipiell alle und jeder?
Dann kann das betroffene Unternehmen ein alle-und-jeden-ansprechendes Medium konzipieren - und wird damit in 99 Prozent der Fälle grandios scheitern. Denn Oma von nebenan interessiert eben nicht dasselbe wie den Professor von schräg gegenüber oder den Wirtschaftsboss im Penthouse ganz oben. Also: zielgruppenspezifische Ansprachen und Medien finden.
Dass das gar nicht so unmöglich ist, wie es auf den ersten Blick scheint, stellt beispielsweise das Podcast-Portal von BASF unter Beweis. Dessen Audiofiles nämlich sind unterteilt in die Rubriken “Chemie der Innovationen” und “Der Chemie Reporter”. Letztere könnte auch “Der kleine Chemie-Reporter” oder “Peter Lustig hats herausgefunden” heißen. Denn hier wird sehr volksnah und mit einem Sprachrhythmus, der frappierend an die Sendung mit der Maus erinnert, der Hintergund so alltäglicher Phänomene wie Batterie-Funktionalität, Sonnencreme oder Salzwasser ans staunende Publikum gebracht.
Im anderen Podcast hingegen ist schon mehr Aufmerksamkeit, man möchte fast sagen: mehr Grips, gefragt. Gleich zwei Sprecher führen durch Kurz-Reportagen und -berichte, die ebensogut durchaus auch in Sendungen wie “Quarks & Co.” laufen könnten.
Einen signifikanten Teil von “alle und jeden” dürfte der Konzern damit zumindest theoretisch erreichen - vor allem, da das SEO des Portals stimmt und die Auffindbarkeit der Podcasts mittels Stichworten sich durchaus sehen lassen kann.
Ähnliche Artikel (tag-basiert):
- None


Audio Lounge











