So long, Hong Kong
März 2009 | Meinung von Joerg Petzold | Neue Artikel per Mail erhaltenEs geht die Mär, dass die Edelfutterale von Louis Vuitton bei der Auto-Rallye Peking-Paris anno 1907 Wasserdurchquerungen besser überstanden haben als die Motoren mancher Teilnehmer. Außerdem schwammen die Pariser Koffer fünf Jahre später noch werbewirksam tagelang im Nordatlantik, indes die Titanic schon längst von der Bildfläche verschwunden war.
Ledrige Qualität also, die heutzutage Louis Vuitton mit einem Jahresumsatz von roundabout 17 Mrd. US-Dollar als wertvollste Marke von Luxusartikeln auszeichnen lässt. Mit so einem Background (und einem dito nicht allzu schmalen Marketing-Budget) lässt sich freilich gut in werbevisionäre Breschen schlagen, die den urbanen, hochpreisigen Stiletto-Charme erfrischend innovativ interpretieren. Um beim Bild zu bleiben: “Walk in the footsteps of…” nennt sich die Idee, die Protagonisten hören auf Gong Li, Shu Qi oder Joan Chen, die ihres Zeichens wiederum Schauspielerinnen sind und mit angenehmer Stimme durch Shanghai, Beijing oder Honk-Kong geleiten.

Der Louis Vuitton Soundwalk ist also ein Audio-Reiseführer, mit dessen Hilfe die asiatischen Metropolen vor Ort auf eine äußerst attraktive Art und Weise erschlossen werden können. Wer einen kurzen Eindruck vom Soundwalk bekommen möchte, dem sei die ebenfalls äußerst schicke Page ans Herz gelegt. Für den kompletten Guide, der dann zu Erkundungszwecken bequem auf I-Pod und Co heruntergeladen werden kann, muss allerdings, wie sich das im Hochpreissegment eben gehört, bezahlt werden.
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