o IKEA mio…
November 2008 | Meinung von Kay A. Schoenewerk | Neue Artikel per Mail erhalten
Ikea schickt seine “Come into the closet”-Kampagne von 2006 in eine neue Runde. Wieder verbindet das Team von Kokokaka in einem beeindruckenden Konzept Werbung und Unterhaltung in perfekter Symbiose.
Übersieht man höflich die Preisangaben und klickt auch nicht auf die Bekleidungsstücke in der unteren Bildhälfte, die die Charaktere zu “meine-IKEA-Möbel-sind-ja-so-praktisch”-Vorführungen verleiten, kann man sich trotzdem prächtig mit den verschiedenen Figuren amüsieren. Diese lassen sich nämlich über den Sound steuern.
Die verschiedenen IKEA-Charaktere zappeln im Takt durchs Bild, wenn man einen Musiktitel aus den voreingestellten Stücken auswählt oder selbst einen Song hochlädt. Spannender und witziger ist es allerdings seine eigenenen Musikkomposition per Keyboard zu komponieren oder gar selbst ein Liedchen über das integrierte Mikrofon zu trällern.
Im direkten Vergleich gefällt die erste Kampagne von 2006 aber doch besser. Damals diente die Musik nur der Untermalung und hatte noch keine storyleitende Funktion, und der User konnte nur durch die Wahl der Räume und Bekleidungsstücke die Geschichte steuern. Die vielen Charaktere der aktuellen Kampagne, die sich auf dem Boden rumwälzen, epileptisch zappeln und nur durch viel Musik bewegt werden können, sind auf die Dauer dann doch eher anstrengend als (kauf-) anregend.


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